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1883

Aus KyllburgWiki


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1883

Geboren

  • 23. Mai Nikolaus Kronibus (†21. Februar 1963 in Kassel), Baumeister und Bauunternehmer

Gestorben

Veranstaltungen

Ereignisse

Ein Stückchen sonderbarer Art ereignete sich vorletzte Woche in einem Hotel zu Kyllburg. Ein fremder Mann kehrte gegen Abend in einem dortigen Gasthause ein und klagte, daß er auf der Reise erkrankt und es ihm unmöglich sei, weiter reisen zu können. Der Wirth brachte den Patient in's Bett und consultirte einen Arzt, der auch Arzneien verschrieb. In der Mitternacht wurde der Zustand des Kranken immer bedeutlicher und man ließ den Arzt zum zweitenmale rufen und zugleich den Ortsgeistlichen, der den Kranken mit den Sterbesakramenten versah. Jeden Augenblick glaubte man, der Mann würde verscheiden. Als gegen Morgen der Krankenwärter einige Augenblicke das Zimmer verlassen, um Holz zum Feuern des Ofens zu holen, fand er beim Wiederbetreten der Krankenstube zu seinem Schrecken das Bett — leer.Der Kranke hatte die Abwesenheit des Wärters benutzt und war durchgebrannt.
  • 27. Mai Versuchter Raubüberfall bei Mürlenbach auf einen Kyllburger Bäckergesellen[3]
Kyllburg, 29. Mai. Am Sonntag Nachm. passirte ein Bäckerbursche von Kyllburg die Poststraße von Schönecken nach Mürlenbach. Als er ein Stück Wegs in den Wald kam, sprang plötzlich ein großer, lumpig und verdächtig aussehender Strolch auf ihn zu, packte ihn an der Gurgel, hielt ihm einen Dolch entgegen, und forderte seine Baarschaft mit dem Bemerken, nicht lange zu zögern, sonst wäre er in 5 Minuten eine Leiche. Der Bäckerbursche nistelte mit der Linken in der Tasche, anscheinend um die Börse herauszuholen. Aber statt dessen benützte er die Zeit, um seinen Schirm, zugleich Stock, richtig zu fassen, und schlug den Strolch dermaßen auf den Kopf, daß er besinnungslos zusammen brach. Er hatte sich offenbar an dem kleinen, wackern Burschen verechnet.
Kyllburg, 12. d. Ein schweres Unglück betraf eine arme Familie aus Malberg. Der Mann arbeitete im Walde und sein Mittagsschläfchen. Beim Erwachen fühlte er Schmerz am Halse, den er jedoch nicht weiter beachtete. Derselbe rührte von einem Fiegenstiche her. Der Arzt konstatirte eine Blutvergiftung, welcher der arme Mann darauf erlag.
  • Der Arzt Dr. Giebe-Richter verlässt zum Jahresende Kyllburg und lässt sich in Groß-Vernich nieder[5]

Quellen